01
Juni
2011

Physiotherapie für Hunde und andere Kleintiere

Das ist ein Artikel von unserer Moderatorin Elke.

Für die meisten Menschen ist die Physiotherapie eine selbstverständliche Behandlungsform, während sie beim Kleintier (Hund, Katze, Heimtiere) noch eine mehr oder weniger unbekannte Therapieform ist. In den Niederlanden, England und Frankreich ist diese Art der Behandlung -vorwiegend für den Hund und das Pferd- schon weit verbreitet und fester Bestandteil der medizinischen Betreuung. Doch Deutschland zieht inzwischen auch nach, sodass auch hier diese Behandlungsform als Erfolg versprechende Therapiemaßnahme immer mehr anerkannt wird.

Speziell während und nach Krankheiten oder Operationen – wenn es darum geht, die Bewegungs- und Funktionsfähigkeit des Körpers wieder herzustellen – ist der Einsatz der Physiotherapie und der Krankengymnastik bei Tieren sehr erfolgreich.
Aber auch bei vergleichbaren Beschwerden wie beim Menschen; hervorgerufen durch Traumen wie Zerrungen, Quetschungen, Verstauchungen oder durch falsche Körperhaltung, findet die Physiotherapie ihren Einsatz. Berücksichtigt wird auch, dass spezielle Gelenkserkrankung auch andere Teile des Bewegungsapparats negativ beeinflussen und in Mitleidenschaft ziehen können.

Ein weiterer Einsatzbereich der Physiotherapie ist z.B. die Trainingsvorbereitung von Hunden in der einzelne Komponenten der Therapie hilfreich eingesetzt werden können. Hauptschwerpunkt ist jedoch die Schmerzlinderung, da sich Schmerzen generell negativ auf das Allgemeinbefinden eines kranken Tieres auswirken. Weitere Aspekte der Therapie sind Muskelaufbau, der Erhalt bzw. die Wiedererlangung der Gelenkbeweglichkeit und das „Bewussbarmachen“ von Bewegung (z.B. bei neurologischen Problemen), es steht immer die gesamte Mobilisation im Vordergrund.

Vor jedem Beginn einer Physiotherapie muß eine adäquate Diagnostik stehen, die zu einem Großteil in den Bereich des Tierarztes fällt. Bei der ersten Vorstellung in der Physiopraxis (bei Pferd im Stall) wird eine Befunderhebung vorgenommen, wobei Schmerzlage, Gangbild, Gelenkbeweglichkeit und Muskelstatus des Tieres ermittelt wird. Darüber hinaus wird der Tierhalter über die Prognose und Behandlungsaussichten informiert.

Aus allen ermittelten Daten wird ein Behandlungsplan erstellt, der speziell auf den Tierpatienten zugeschnitten ist. Hierbei werden Vorlieben bzw. Abneigungen mit berücksichtigt. Niemals würde ein wasserscheuer Hund zum Schwimmen gezwungen.

Folgende Anwendungen sind in der Tierphysiotherapie u.a. möglich:

Passive/aktives Bewegen
Massagetechniken zur Lockung und Entspannung,
Lymphdrainage nach OP
Dehntechniken, Stretching
Physikalische Maßnahmen wie Kälte/Wärmeanwendungen
Elektrotherapie wie Magnetfeld, TENS, Hochfrequenztherapie, Ultraschall, Laser
Akupunktur/Akupressur
Osteopathie
Cranio sakrale Therapie
Dorn Therapie
Blutegelbehandlung

Die Physiotherapie kann mit allen ganzheitlichen Naturheilverfahren kombiniert werden wie z.B. Homöopathie, Phytotherapie etc.



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