#16

RE: Schnupperkurs Phytotherapie (Heilpflanzenkunde) Die Brennnessel

in Schnupperkurse 19.07.2011 16:11
von Birte Wermann | 6.414 Beiträge | 6406 Punkte

Hallo Ihr Lieben,

ich hoffe, ihr hattet ein schönes Wochenende. Und nun geht es auch schnell weiter, wir haben ja noch ein wenig vor uns. Langsam wird es nun interessant, denn wir kommen zu den Erkrankungen

Vorher noch ein wenig etwas zur Literatur. Es gibt sehr wenig Bücher, die sich mit der Phytotherapie bei Tieren beschäftigt. Zur Zeit ist so gut wie nur ein Buch auf dem Markt erhältlich: Heilpflanzenkunde für Tierärzte von Reichling und anderen. Es ist ganz gut, aber völlig unzureichend, man hat ständig das Gefühl, es fehlt irgend etwas. Von Juliette Bairacli gibt es das Kräuterbuch für Hund und Katze in dem man viele nützliche Tipps bekommt, welches sich aber auch nicht wirklich tief mit der Materie befasst. Englische Literatur sieht schon besser aus, dort wird viel mehr mit Heilpflanzen bei Tieren gemacht, als bei uns. Die Schulen liefern bei Ihren Kursen mehr oder weniger gute Unterlagen. Ich konnte mir im Laufe der Zeit einiges zusammensammeln. Aber insgesamt ist die Literatur in diesem Gebiet unbefriedigend.

Wenn man etwas über die Heilpflanzen an sich lernen möchte, kann man aus dem Humanbereich auf einige gute Bücher zurückgreifen. Wer das große Buch der Heilpflanzen von Pahlow ergattern kann ist gut bedient, Auch Heilpflanzenpraxis heute von Siegfried Bäumler ist zu empfeheln, sowie das Lehrbuch der Phytotherapie von Fintelmann und Weiss. Ursel Bühring, Susanne Fischer-Rizzi und Storl sind Autoren, die man sich auf alle Fälle mal anschauen sollte. Im Buch Heilkräuter und Zauberpflanzen von Storl wird auch die Brennnessel behandelt. Sehr interessant auch der Ethnobotanische Zusammenhang bei den Heilpflanzen.

Im Onlinekurs werde ich einzelne Bücher einmal genauer vorstellen.

Liebe Grüße

Birte


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#17

RE: Schnupperkurs Phytotherapie (Heilpflanzenkunde) Die Brennnessel

in Schnupperkurse 19.07.2011 17:00
von Birte Wermann | 6.414 Beiträge | 6406 Punkte

So, arbeiten wir uns voran.

Ich liste hier als erstes einmal die Dosierungen auf, die man bei Tieren nutzen kann.

Brennnesselkraut: (Ich finde es ja immer noch irritierend, dass man Brennnessel inzwischen tatsächlich mit drei "n" schreibt...Ich gewöhn mich da nicht so schnell dran...)

Pferde: etwa 10g pro 100kg Körpergewicht
Hund: etwa 1-2g/20kg Körpergewicht
Katze: da sie es nicht so aufnehmen wird, müssen wir uns bei den Katzen mit anderen Zubereitungen auseinandersetzen...ein klein wenig getrocknetem Brennnesselkraut kann man mal versuchen unter das Nassfutter zu mischen. max. 1g/Tag
Da man bei Katzen mit dem Kraut meist nicht viel bewirken kann und Tinkturen ebenfalls ungeeignet sind, da sie Alkohol enthalten, kann man bei Katzen versuchen täglich ein paar Blätter auszupressen und tropfenweise über das Futter geben. Zur Gewöhnung wirklich erst mit ein, zwei Tropfen beginnen und langsam steigern. Katzen sind da sehr speziell...Man kann dann morgens und abends ca. 10 Tropfen ins Futter geben. Dabei beobachten, ob die Harnmenge zunimmt und öfter mal das Katzenklo aufgesucht wird und schauen, dass die Katze möglichst häufig trinkt.
Hühner: bis zu 5g/Tag/Huhn. Das ist ein Menge, aber sie lieben trockenes Brennnesselkraut und die Kieselsäure tut ihnen gut. Nur kurweise!

Ein Teelöffel entspricht etwa einem knappen Gramm

Natürlich kann man den Tieren auch die frischen Pflanzen geben. Pferde beginnen mit dem Fressen nach einer kurzen Anwelkzeit. Sie können davon recht große Mengen fressen, man sagt die Frischpflanze ist etwa doppelt bis dreifach so schwer wie das getrocknete Kraut. So kann man also bis zu 20 oder gar 30 Gramm pro Tag pro 100kg Pferd verfüttern, um bereits eine Wirkung zu erzielen. Aber keine Angst, man kann auch nicht wirklich überdosieren. Hund und Katze kann man die Frischpflanzen wie allgemein Kräuter kleinhacken und über das Futter geben. Nach kurzer Zeit brennen sie auch nicht mehr. Hühner lieben ebenfalls klein gehackte Brennnessel. Und auch für Kaninchen ist die Brennnessel eine Leckerei, die sofort nach Anwelken verspeist wird. Sie lieben auch das trockene Kraut.

Hier erwähne ich auch schon mal die Erkrankungen, wo man Brennnessel auf gar keinen Fall einsetzen sollte: Dies sind Ödeme, die durch eingeschränkte Herz- und Nierenfunktion entstanden sind. Auch bei Trächtigkeit sollte die Brennnessel nicht als Heilmittel eingesetzt werden. Sie ist bei Trächtigkeit nicht ausreichend untersucht und es könnte zu Kontraktionen kommen, die einen Abort auslösen könnten.

Gesetzlich kann ich aber schon einmal sagen, es dürfen auch Lebensmitteltiere (also Nutztiere und auch Pferde, die zur Schlachtung vorgesehen bzw. im Equidenpass entsprechend gekennzeichnet sind) mit der Brennnessel behandelt werden. Wäre ja auch ein wenig albern, wenn nicht...

Mit Nebenwirkungen brauchen wir bei der Brennnessel in der Regel nicht rechnen. Sehr überempfindliche Tiere, besonders da mal die Katzen können mit Erbrechen reagieren. Auch ein Langzeitgabe ist nicht tragisch, aber es sollte irgendwann auch mal eine Pause gemacht werden, da Kieselsäure evtl. bei Dauergabe nicht komplett verstoffwechselt werden kann.

Liebe Grüße

Birte


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zuletzt bearbeitet 19.07.2011 17:03 | nach oben springen

#18

RE: Schnupperkurs Phytotherapie (Heilpflanzenkunde) Die Brennnessel

in Schnupperkurse 19.07.2011 17:09
von Birte Wermann | 6.414 Beiträge | 6406 Punkte

Und ein paar Bilder wollte ich Euch gern von der Brennnessel zeigen.

Hier ein Link von der Kleinen Brennnessel: http://de.academic.ru/pictures/dewiki/71...iDilgele001.JPG

Hm, ich musste die Links noch einmal verändern...manche Homepageanbieter scheinen keine Lust zu haben, dass sich Besucher ihre Homepgae auch anschauen udn markieren ihre Bilder als "geklaut". Na gut, dann nehmen wir eben andere...


Und hier eine weibliche Große Brennnessel: http://wwfalpenrhein.ems-schiers.ch/imag..._brennessel.jpg
Und hier eine männliche Pflanze zum Vergleich: http://muhramsee.lbv.de/typo3temp/pics/d514224d9b.jpg

Ich hoffe, man kann die Blütenstände und damit den Unterschied zwischen männl. und weibl. erkennen.

Liebe Grüße

Birte


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zuletzt bearbeitet 19.07.2011 17:15 | nach oben springen

#19

RE: Schnupperkurs Phytotherapie (Heilpflanzenkunde) Die Brennnessel

in Schnupperkurse 20.07.2011 10:42
von Claudia Taubert | 3.369 Beiträge | 3330 Punkte

So ganz deutlich sehe ich den Unterschied leider nicht.

Was mich noch interessiert: wenn man Katzen die Blätter auspressen will, wie lange kann man den Saft aufbewahren? Könnte man ihn z.B. einfrieren oder anders haltbar machen?


LG
Claudia

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#20

RE: Schnupperkurs Phytotherapie (Heilpflanzenkunde) Die Brennnessel

in Schnupperkurse 20.07.2011 14:06
von kaengu4 | 100 Beiträge | 100 Punkte

Gute Frage. Die Brennesseln wachsen ja nicht das ganze Jahr. Oder kann man sie auch in Oel ansetzen?


Liebe Grüsse

Jolanda

http://katzenseelen-in-not.de.tl/Home.htm

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#21

RE: Schnupperkurs Phytotherapie (Heilpflanzenkunde) Die Brennnessel

in Schnupperkurse 21.07.2011 19:36
von Birte Wermann | 6.414 Beiträge | 6406 Punkte

Hallo Ihr Beiden,

wenn man Brennnessel frisch auspresst, dann auch unbedingt sofort aufbrauchen. Das hält sich nicht lange. Aber man kriegt Brennnesselsaft im Reformhaus. Damit kann man sich im Winter behelfen.
Man kann Brennnessel auch in Öl ansetzen. Dies ist jedoch eher etwas für die Küche udn weniger als Heilmittel geeignet. Sieht aber auch hübsch aus so eine Brennnessel in einer Flasche mit Öl. Das Öl nimmt dann ein wenig den Geschmack des Krautes an und ist für Salate geeignet. Der Pflanzenpresssaft hat einfach mehr Wirkstoffe und die brauchen wir beim Therapieren.

Bis bald und liebe Grüße

Birte


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#22

RE: Schnupperkurs Phytotherapie (Heilpflanzenkunde) Die Brennnessel

in Schnupperkurse 05.08.2011 11:46
von Birte Wermann | 6.414 Beiträge | 6406 Punkte

Ich werde die Tage dann mal ein wenig über die Erkrankungen schreiben, bei denen die Brennnessel eingesetzt wird. Ich habe Euch nicht vergessen. Ich hoffe, wir können dann mit dem Onlinekurs im September starten. Macht alle mal ordentlich Werbung mit, damit es losgehen kann.

Liebe Grüße und bis bald!

Birte


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#23

RE: Schnupperkurs Phytotherapie (Heilpflanzenkunde) Die Brennnessel

in Schnupperkurse 22.08.2011 12:12
von Birte Wermann | 6.414 Beiträge | 6406 Punkte

Hallo liebe Leute,

am 12. September starte nun der Onlinekurs, vorausgesetzt alle die mitmachen wollten, melden sich nun verbindlich an

Bis dahin wollen wir uns noch intensiv weiter mit der Brennnessel beschäftigen und kommen zum Bereich der Krankheiten, die mit dieser wichtigen Heilpflanze behandelt werden können.

Was meint Ihr denn, kann die Brennnessel bei allen Tieren eingesetzt werden oder gibt es Einschränkungen?

Bis bald und liebe Grüße

Birte


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#24

RE: Schnupperkurs Phytotherapie (Heilpflanzenkunde) Die Brennnessel

in Schnupperkurse 25.08.2011 17:34
von Birte Wermann | 6.414 Beiträge | 6406 Punkte

Hallo liebe Leute,

welche Tiere können also mit Brennnessel behandelt werden? Pferde fressen Brennessel schon bereits kurz nach dem abpflücken, wenn die Pflanzen ganz wenig angewelkt sind. Sie brennen dann noch, aber die rauhe Pferdezunge kann dies tolerieren.

Katze, Hund, Kaninchen, Hühner -sie alle fressen das getrocknete Kraut, klein zerbröselt über das Futter. Oder wenn wir sehr intensiv behandeln wollen müssen wir auf Presssaft oder Tinktur zurückgreifen. Katzen werden besser mit dem Presssaft behandelt, da sie den Alkohol sehr schwer verstoffwechseln können und viele Katzen bei Gebrauch dann auch erbrechen.

Schafe, Ziegen und Rinder fressen die Brennnessel ebenfalls sehr gern.

Selbst Stubenvögel wie Wellensittich und Kanarienvögel oder Nymphnesittich und Unzertrennliche sowie Papageien mögen an Brennnesseln knabbern oder werden mit verdünntem Brennnesseltee getränkt.
Und auch allen Kleinnagern kann man die Brennnessel in getrockneter Form anbieten. Natürlich gibt es da immer mal einen sehr skeptischen Fresser, aber bekannt ist die Brennnesselfütterung bei Hamster, Meerschweinchen, Chinchilla, Mäusen, Ratten.

Selbst Frettchen können Brennnesseln lieben. Neben dem getrockneten Kraut gibt es für Kleintiere auch gepresste Brennnesselpellets.

Und selbst Zierfische finden Brennnesseln köstlich wie dieser kleine Film zeigt: https://www.youtube.com/watch?v=SR8d42w15dk

Liebe Grüße

Birte


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#25

RE: Schnupperkurs Phytotherapie (Heilpflanzenkunde) Die Brennnessel

in Schnupperkurse 25.08.2011 18:48
von Sylvia Gräf | 1.231 Beiträge | 1204 Punkte

... sehr interessant Birte! Ich hätte nicht gedacht, daß Zierfische so gierig n Brennesseln fressen ;-)

Scheinbar sind die "unerwünschten" Brennesseln tatsächlich für alles und jeden gut ;-)

Meine Tiere bekommen Brennessel auch hin und wieder mal, aber für die Fische - da wäre ich nie drauf gekommen!

Danke für diese Infos!

Liebe Grüße,
Sylva

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#26

RE: Schnupperkurs Phytotherapie (Heilpflanzenkunde) Die Brennnessel

in Schnupperkurse 25.08.2011 21:06
von Bettina (gelöscht)
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Hallo,
ich gebe die Brennessel gerne bei Pferden. Häufig um eine entgiftung des Körpers, z.B bei der Hufrehe durchzuführen. Aber auch bei den Tieren, die unter Durchfall leiden,aufgrund des nassen/zuviel Grases.
Bettina

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#27

RE: Schnupperkurs Phytotherapie (Heilpflanzenkunde) Die Brennnessel

in Schnupperkurse 26.08.2011 11:37
von Birte Wermann | 6.414 Beiträge | 6406 Punkte

Hallo Bettina,

ja Pferde und Brennnessel das ist eine sehr gute Kombination. Für alle Stoffwechselerkrankungen ist die Heilpflanze hilfreich und bei Durchfall hilft sie aufgrund ihrer Struktur. Man nimmt dann die großen ausgewachsenen Pflanzen, denn diese haben viel Rohfaser, was stopfend wirkt. Die ganz jungen, kleinen Pflänzchen dagegen können aber auch schon mal einen Durchfall hervorrufen.

@all,

So, da sind wir also schon bei den Erkrankungen angelangt. Man unterscheidet in der Phytotherapie anerkannte Behandlungsmöglichkeiten, die durch wissenschaftliche Überprüfungen nachgewiesen wurden und die Erfahrungsnaturheilkunde, das ist die Erfahrung die man mit Pflanzen seit Jahrhunderten gemacht hat, die aber nicht wissenschaftlich belegt ist.

Kommen wir zuerst zu den Erkrankungen die mit der Brennnessel behandelt werden können und dabei wissenschaftlich anerkannt sind. Dies ist die Durchspültherapie mit Brennnesselkraut und -blättern. Sowie die Erhöhung des Miktionsvolumens und des maximalen Harnflusses; Erniedrigung der Restharnmenge der Brennnesselwurzel.

Oh Gott, was heißt das denn? So steht es in der sogenannten "Monographie". Eine Heilpflanzenmonographie ist eine Abhandlung über ihre Wirkungsweise. Sie wird durch die Komission E durchgeführt. Die Komission E besteht aus Fachexperten aus ganz verschiedenen Bereichen wie Biologen, Ärzten, Apothekern, Toxikologen (das sind die, die sich mit der Giftigkeit der Pflanze beschäftigen), aber auch Heilpraktikern. Alle drei Jahre werden die Experten ausgetauscht und durch neue ersezt. So wurden zwischen 1978 und 1994 genau 378 Heilpflanzen bewertet hinsichtlich ihrer Wirkung und auch schädlichen Nebenwirkungen. Die meisten Lehrbücher aus dem Phytotherapiebereich stützen sich auf diese Angaben der Komission E, aber man muss bedenken, dass solche Daten sehr schnell altern, sich neue Erkenntnisse ergeben aus der Forschung von Inhaltsstoffen und Erkrankungen.

Seit 1992 gibt es die ESCOP-Monogafien (European Scientific Cooperative an Phytotherapy), seit 1998 die WHO-Drogenmonografien (Droge hier = getrocknete Heilpflanze) und seit 2008 die Monografien des europäischen Herbal Medicinal Products Committee (HMPC). Diese Untersuchungsgruppen untersuchen unsere Heilpflanzen weiterhin und geben die Daten in großen Sammelstellen ab, wo sie für Therapueten und andere Gruppen zur Nutzung abgelegt werden. Kurz gesagt es ist der berühmte "Stand der derzeitigen Wissenschaft". Nur dass ihr das mal gehört habt.

Leider gab es auch viele negative Meinungen zur Komission E und dies vielelicht auch berechtigter Weise. Es gab Heilpflanzen, die angeblich plötzlich negativ waren, obwohl sie über viele Jahrhunderte erfolgreich eingesetzt. Es kam zu solchen Debatten durch eine isolierte Gabe von Inhaltsstoffen an Versuchstieren. So wurde z.B. der Beinwell (Symphytum officinalis) als giftig angesehen und durfte nur noch äußerlich angewendet werden. Grund war die Langzeitgabe von Beinwell an Ratten, die bei einer so hohen Dosierung mit Lebertumoren reagierte. Klar, bei einer so hohen Dosis und langen Anwendung...Sie gilt aber immerhin als "wenig giftig" und in einigen selbst hergestellten Hausmittelchen ist sicher auch heute der Beinwell in kleinen Mengen enthalten und darf seine positive Wirkung entfalten...Aber so ist das leider in der Forschung, Theorie und Praxis klaffen ein wenig auseinander.

So, nun habt ihr schon einmal eine kleine Vorstellung, wer denn überhaupt bestimmt, ob eine Heilpflanze wirkt oder nicht. Im Kurs können wir gern noch ein wenig ausführlicher über dieses Thema plaudern, wenn es Euch interessiert.

Also noch einmal, anerkannt ist die Brennnessel bei: "Dies ist die Durchspültherapie mit Brennnesselkraut und -blättern. Sowie die Erhöhung des Miktionsvolumens und des maximalen Harnflusses; Erniedrigung der Restharnmenge der Brennnesselwurzel."

Durchspültherapie ist wohl klar, man muss einfach durch den Genuss von Brennnesselkraut und -blättern häufiger zur Toilette, man pinkelt tatsächlich einfach mehr.

Miktionsvolumen - was das denn? Als Miktionsvolumen bezeichnet man die während einer Blasenentleerung (Miktion)
ausgeschiedene Urinmenge. Also auch einfach dass man mehr pinkeln muss? Nicht ganz, denn bei verschiedenen Blasenerkrankungen und auch rein physiologisch bleibt in der Blase nach dem Pinkeln eine kleine Resthanrmenge. Durch den Genuss der Brennnesselwurzel wird jedoch die Blase stärker entleert. Warum brauchen wir das? Die Ursache für eine Restharnbildung sind in der Regel Abflussbehinderungen z. B. durch eine Prostatavergrößerung oder eine neurologische Störung im Ablauf der Harnentleerung. Bei Restharnmengen, die mehr als 15 % der eigentlichen Blasenkapazität betragen, kann eine Behandlung der Ursache erwogen werden. Also 15 % der Restharnmenge ist noch ok, alles darüber kann krankhaft sein. Das bezieht sich nun auf den Menschen.

Restharnmenge kann entweder gemessen werden, wenn der Restharn mit einem Katheter entnommen wird oder druch Messung der Blasengröße per Ultraschall. In der Tierarztpraxis wird dies jedoch kaum durchgeführt. Hier nutzt man den Katheter, ist billiger allerdings auch unangenehmer für das Tier. Außerdem geht man in der Tierarztpraxis ganz allgemein davon aus, dass die Restharnmenge erhöht ist, wenn Ultraschall z.B., eine vergrößerte Prostata gezeigt hat. Dann können wir mit der Brennnesselwurzel unterstützen.

So, Pause, wir lassen das mal sacken und wenn ihr Fragen dazu habt, immer stellen!!!

Bis bald wieder!

Birte


www.pferdekraeuterhexe.de

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#28

RE: Schnupperkurs Phytotherapie (Heilpflanzenkunde) Die Brennnessel

in Schnupperkurse 10.01.2012 12:00
von juttareiss | 22 Beiträge | 22 Punkte

Hallo Birte,
sind für dieses Jahr auch wieder Kurse von Dir geplant? Und wenn ja, welche?
Liebe Grüße
Jutta


Tierische Grüße

Jutta Reiß
Am Pfingstborn 6a
61191 Rosbach v. d. H.
www.reico-vital.com/jreiss

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#29

RE: Schnupperkurs Phytotherapie (Heilpflanzenkunde) Die Brennnessel

in Schnupperkurse 15.01.2015 07:40
von Natascha | 221 Beiträge | 221 Punkte

Guten Morgen Birte,

sehr sehr interessant der Schnupperkurs (auch wenn er aus 2011 ist)

Mich würde interessieren, wo bekommt man denn eig. so getrocknete Pflanzen her? Apotheke? Und wenn man Pflanzen in der Natur pflückt, ist dann darauf zu achten z.B. das weit von der Straße entfernt zu machen?

Danke und LG
Natascha


Ausgebildete Lebens-Energie-Beraterin für Tiere (LEB/T)

Unterstützung zur Wiederherstellung der energetischen Balance auf der physischen, emotionalen und mentalen Ebene
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#30

RE: Schnupperkurs Phytotherapie (Heilpflanzenkunde) Die Brennnessel

in Schnupperkurse 15.01.2015 09:10
von Daniela Reinecke | 32 Beiträge | 32 Punkte

Guten Morgen Natascha,
bin zwar nicht Birte, aber ich erlaube mir mal zu antworten

Wenn man kleine Mengen wie zb. 50g oder 100g benötigt, kann man zum einen die Kräuter in der Apotheke bekommen.
Vorteil: geprüfte Qualität nach DAB
Nachteil: teuer
Kleine Mengen kann man auch mit guter Qualität im Internet bekommen. zb. KräuterKühne.
Vorteil: kostengünstiger
Nachteil: meistens Mindestbestellmengen

Wenn man Brennessel selbst sammeln möchte, sollte man darauf achten, dass sie nicht in der Nähe von landwirtschaftlich bewirtschafteten Flächen / Feldern (übermäßige Düngung), nicht an "Hundestraßen oder auf "Hundewiesen" (Verkotung) und nicht an vielbefahrenen Straßen (Abgase) wachsen.
Im eigenen Garten kann man sich zb. eine Ecke reservieren und die Brennessel wachsen lassen.
Brennessel hat was das Sammeln angeht einen "Nachteil": wenn sie getrocknet ist und man die Blätter abrebelt, sind sie sehr leicht - d.h. wenn man 100g erhalten will, muss man schon sehr viele Brennesseln sammeln.
Dann muß auch gewährleistet sein, dass man einen geeigneten Platz zum Trocknen zur Verfügung hat.

Aber letztlich - mir macht es Spaß auch die Brennessel zu sammeln, zu trocknen und dann zu verwenden

LG Daniela


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